Fünf Dinge, die Sterbende bereuen

Ich wünschte,

  • ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie es andere von mir erwarten.
  • ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  • ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  • ich wär mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.
  • ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.

Quelle: Bronnie Ware

Text von Bertrand Russell

Jedes einzelne Menschenleben sollte einem Fluss gleichen: anfangs ein kleiner Bach, in engen Grenzen gehalten, durch seine steilen Ufer und leidenschaftlich dahinrauschend über Felsblöcke und Wasserfälle.

Allmählich verbreitert sich der Bach zum Fluss, die Ufer treten zurück, die Wasser strömen ruhiger, und schließlich mündet der Strom in das Meer ein und gibt gelassen sein eigenes Sein auf.

Der Mensch, der im hohen Alter sein Leben in dieser Weise zu sehen versteht, wird nicht unter der Furcht vor dem Tode zu leiden haben, weil alles, was ihm lieb ist, fortbestehen wird. Und wenn die Lebenskraft nachlässt und die Ermüdung zunimmt, wird ihm der Gedanke, ruhen zu können, auch nicht unwillkommen sein.

Der weise Mensch wird sterben wollen, solange er tätig ist, im Bewusstsein, dass andere fortführen werden, was zu vollenden ihm versagt war, und glücklich in dem Gedanken, getan zu haben, was in seinen Kräften stand.

Gedanken zum Tod

Es ist Erlösung sagt der Verstand.
Es ist zu früh, sagt das Herz.

Du fehlst, sagt die Liebe.
Es ist Gottes Wille, sagt der Glaube.

Doch wer sagt, so ist das Leben, der weiss nicht, wie weh so was tut.